Archiv für Kategorie ELearning

Einsatz von Schulfiltern

Ich hatte ja vor längerer Zeit schon einmal meine Gedanken zu Schulfiltern geäußert und dabei auch einen Kommentar des Herstellers erhalten. Nun schlägt Time for Kids wieder einmal Wellen. Nicht an meiner Schule, sondern bei Netzpolitik.org. Sie werden nämlich ausgefiltert (so wie meine beiden Websites auch). Interessant an der Meldung ist nicht die Meldung an sich, sondern die Kommentare dazu. Kleine Randbemerkung noch: die Filterung erfolgt nicht auf Grund des Inhalts, sondern weil Netzpolitik.org ein Weblog ist. Die werden grundsätzlich erst einmal ausgeschlossen.

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Cobocards jetzt mit Pro-Account

Cobocards hatte ich ja hier schon einmal vorgestellt. Online Karteikarten erstellen und damit lernen. Besser noch: in der Gruppe lernen. Karteikarten können getauscht werden, man kann sich gegenseitig abfragen oder in einer Gruppe gemeinsam die Karten erstellen. Seit heute ist Cobocards in einer Pro-Version auf dem Markt (kostenpflichtig!). Den Unterschied zwischen “normaler” und “Pro-Version” kann man hier am besten einsehen. Finanziell schlägt das ganze mit 3.-€ im Monat zu Buche. Aus dem Blog der Cobocardsmacher ist auch zu erfahren, dass es demnächst eine App für das iPhone gibt.

Ich finde den Ansatz immer noch interessant, auch wenn ich im vergangenen Jahr nicht mit Cobocards gearbeitet habe. Vielleicht ergibt sich das ja in der neuen Laptopklasse, mal sehen. Den Jungs von Cobocards wünsche ich jedenfalls, dass ihr Konzept aufgeht. Vielleicht sollten sie einmal über ein Preismodel für eine komplette Schule nachdenken.

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Rechtschreibung online – mega professionell!

Bildschirmfoto 2009-12-16 um 23.03.12.pngBeim Durchstreifen des Netzdschungels bin ich auf eine echte Perle gestoßen: Der Orthographietrainer. Hier hat sich jemand richtig Mühe gemacht. Die Seite eignet sich sowohl für die Arbeit im Unterricht, als auch für Hausaufgaben (mit Kontrollsystem!) oder als Übungsplattform für interessierte Schüler (oder solche, die es nötig haben). Um was geht es? Die Seite bietet Übungen für die Bereiche

  • Kommasetzung
  • Groß- und Kleinschreibung
  • Getrennt- und Zusammenschreibung
  • S-Laute
  • Vokale und Konsonanten (für fränkische Schüler ein echter Graus!)

Dabei kann man als Lehrer für die Hausaufgabenstellung nun folgendermaßen vorgehen: Anmeldung als Lehrer (ohne geht halt im Web2.0 gar nichts!) und dann eine Einladung an die Schüler erstellen, jeder bekommt ein Kennwort und ein Passwort. Der Lehrer sucht die Übungen in der Hausaufgabe aus und die Schüler kommen nach der Anmeldung sofort in den Hausaufgabenbereich. Dort erledigen sie ihre Übungen und ich kann als Lehrer erkennen, ob alles erledigt wurde. Ob man auch die Zahl der Versuche einsehen kann, weiß ich (noch) nicht.

Die selbstständigen Übungen können auch ohne Kenn- und Passwort durchgeführt werden. Die Übungen bestehen immer aus zehn Einzelübungen, die sich aber wiederholen, wenn man einen Fehler gemacht hat. Was wirklich toll ist: sie wiederholen sich nicht nur wörtlich, sondern auch sinngemäß. Die Regeln dazu kann man immer wieder einsehen.

Drei Anmerkungen noch: 1. Das Gästebuch wird gepflegt und Einträge sogar kommentiert. Das finde ich für eine nicht kommerzielle Seite mehr als bemerkenswert. 2. Die Seite wird wissenschafltlich ausgewertet, wer genaueres wissen will, informiert sich hier. 3. Erstaunlicherweise muss man manche Schüler auf die Hilfefunktion hinweisen. Das sollte man auch tun, sonst fangen sie das Raten an!

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Moodle hosten

Einen sehr lesenswerten Überblick über die Hostingmöglichkeiten von Moodle gibt Mike Riecken in seinem Weblog. Er zeigt die unterschiedlichen Ansätze und warnt (mehr oder weniger) vor dem Bedürfnis, Moodle selbst zu hosten. Für uns kommt diese Zusammenstellung wie gerufen, denn wir schlagen uns mit dem gleichen Problem herum: wir wollen Moodle, aber woher? Für mich sind das zwei “Spielfelder”: Unsere Schule möchte im kommenden Jahr eine funktionierende Plattform und wir wollen wissen, wo wir uns ansiedeln. Selbst hosten kommt auf keinen Fall in Frage, wirklich kommerzielle Anbieter sind deutlich zu teuer. Im Moment nutze ich die Plattform eines Kollegen, das kann aber kein Dauerzustand sein. Parallel dazu planen wir (in diesem Fall drei Kollegen und der MIB der Regierung von Unterfranken) eine Moodleplattform für die beruflichen Schulen im Regierungsbezirk. Vor zwei Wochen wurde sogar der Versuch gestartet, ein bayerisches Projekt daraus zu machen. Allerdings ist das zunächst einmal an den Finanzen gescheitert. Und in diesem Fall muss ich Mike Ricken ein wenig korregieren.

In seinem Artikel beneidet er “die Bayern”. “Bayern und Baden-Württemberg haben es gut. Da gibt es Organisationen, die das für einen regeln, eine stabile Umgebung anbieten und teilweise sogar Support leisten.” Das stimmt soweit, allerdings nicht unter der Überschrift “Der Dienstherr”. Die “Organisation”, die den Server einrichtet, pflegt und zur Verfügung stellt ist nicht der Dienstherr. Im Fall der Realschulen ist das ein privater Förderverein, im Fall der Gymnasien sind es die Ministerialbeauftragten der Regierungsbezirke. Geld vom Dienstherrn gibt es keines, Die Finanzierung beider Konzepte ist lediglich für einige Jahre gesichert, wie es weiter geht ist völlig unklar. Ich arbeite an einer beruflichen Schule in Bayern und unser Dienstherr hat vorletzte Woche verlauten lassen, dass er für eine zentrale Moodleplattform für die beruflichen Schulen in Bayern nicht zuständig ist. Das sei Sache der Sachaufwandsträger. Und damit ist ein bayernweites Moodle (wie es z.B. die Gymnasien haben) erst einmal vom Tisch, es sei denn, es finden sich genug Kollegen, die sich auf die Geschichte mit dem Förderverein einlassen.

So gut haben es die Bayern also nicht, wie die Sachlage in Baden-Württemberg aussieht, kann ich nicht beurteilen. Mit viel Interesse sehe ich aber nach Österreich und beobachte ihren Zugang zu Moodle. Die haben wirklich ein zentrales Moodle für alle Schulen im Land. Und das kostenlos. Hier in Bayern habe ich eher das Gefühl, e-learning ist als Möglichkeit der Materialsammlung für Vertretungsstunden gerne gesehen, mehr aber nicht.

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Buchrezensionen als Weblog

Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Bonn hat stellt ein wirklich interessantes Buchprojekt im Netz vor. Die Schüler rezensieren Jugendbücher, stellen ihre Rezensionen anschließend auf die Webseite und lassen die Rezensionen dann von den anderen Schülern bewerten. Auslöser für diese Idee war die Tatsache, dass eigentlich immer die Eltern bzw. Buchhändler Empfehlungen aussprechen, welche Bücher gelesen werden sollten. Mit dem Projekt sollen sich nun Schüler ein Bild von den Büchern machen können. Ich finde, das ist ein wirklich gelungenes Projekt. An meiner Schule organisieren die Schüler die Schülerbücherei selbst (die ist allerdings noch recht spärlich ausgestattet), vielleicht wäre das ja auch etwas für diese Projektgruppe. Ein Blick auf die “Jungen Kritiker” lohnt sich allemal.

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Innerdeutsche Grenze

Die Deutsche Welle hat eine tolle Seite veröffentlicht, die sich mit der innerdeutschen Grenze befasst. Kernstück der Seite ist eine Animation, die die Grenze beschreibt. Für jemanden wie mich, der mit der Grenze um die Ecke groß geworden ist, weckt das doch Erinnerungen, auch wenn ich alles “nur” von der Westseite her betrachtet habe. Für den Geschichtsunterricht sicherlich ein toller Tipp, eingebunden in Moodle sicher ein Highlight für den Unterricht.

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Notebookklassen an meiner Schule

Heute wird es ernst. Letzte Woche hatten wir eine kleine Fortbildung zum Thema im Haus und heute entscheidet sich, ob sich genügend Kollegen finden um in die Thematik einzusteigen. Unsere Fortbildung ist ganz ordentlich angekommen, mein Part war die Frage, warum wir unsere Ziele in einer Notebookklasse besser erreichen können. Die Präsentation habe ich mit Prezi erstellt (sie kann hier angesehen werden) und im Nachhinein bin ich ganz zufrieden.

Jetzt müssen sich Kollegen finden, die zusammen ein Mediencurriculum erstellen und sich um die Schnittstellen der Einzelfächer kümmern. Unser pädagogisches Konzept wird von SEGEL (selbstregulierendes Lernen) bestimmt und muss den Bedürfnissen einer achten Jahrgangsstufe angepasst werden. Eine Menge Arbeit und dabei ist die technische Seite noch völlig außen vor. In zwei Stunden weiß ich mehr!

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Europawahl im Unterricht – Wahl-O-Mat

Europaweites Tempolimit auf Autobahnen, ob man damit einen Wahlkampf führen und gewinnen kann? Wer dieses Ziel wohl erreichen will? Soll ich wählen gehen und wenn ja: wen?

Wahl-O-Mat

Wahl-O-Mat

Fast alle Fragen rund um die Europawahl beantwortet der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Ich beobachte das Angebot nun schon seit einigen Jahren aber zu diesen Wahlen holt die Bundeszentrale zum großen Schlag aus. Ursprünglich konnte man sich eine Art Wahlempfehlung ausstellen lassen. Der WOM gibt politische Aussagen, die die Parteien in ihrem Programm stehen haben vor, der Nutzer kreuzt Zustimmung oder Ablehnung an und anschließend zeigt der WOM, mit welcher Partei die meisten Thesen übereinstimmen. Das geht heute auch noch, das “Außenrum” ist aber gewaltig gewachsen. In der Auswertung bietet die Bundeszentrale nun weiterführende Infos zu den Themen an, der WOM ist mittlerweile auch offline verfügbar (Schulfilter lassen grüßen!) und für die Kollegen gibt es Unterrichtsmaterialien und Links satt. Es ist fast Verschwendung, wenn man die Schüler im Unterricht “nur mal schnell” den Fragebogen ausfüllen lässt und mit dem “Rest” nichts anfängt.

Achja, das europaweite Tempolimit steht übrigens bei Grünen, ödp, SPD und Linken im Programm, CDU, CSU und FDP lehnen es ab. Interessant auch: die CSU ist gegen die Produktion von Genfood.

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E-Session “Notebookklassen”

Gestern Abend war ich Teilnehmer an einer E-Session (eine Art moderierte Onlinefortbildung) der Lehrerakademie Dillingen. Thema waren Notebookklassen. Die beiden Referenten Werner Müller (Gymnasium Wertingen) und Guido Wojaczek (Clavius-Gymnasium Bamberg) haben ihre Erfahrungen und Tipps rund um das Thema mitgeteilt. Einige Gesichtspunkte waren für mich sehr interessant:

  • der Einsatz von Netbooks anstatt von Notebooks steht kurz bevor. Als Gründe werden der Preis und auch die Größe (bzw. Gewicht) genannt.
  • die Schule in Bamberg bietet lediglich einen Zugang ins Internet, nicht aber ins Intranet der Schule. Alle Aufgaben (sowohl unterrichtliche als auch technische) werden über das Internet erledigt. Als zusätzlichen Speicher hat man pro Klassenzimmer ein NAS1 angeschafft. Das finde ich sehr bedenkenswert. Wir planen den Einsatz eines SHN2 und könnten so die Schulinfrastruktur völlig ausblenden.
  • sowohl die Akademie in Dillingen als auch die Referenten empfehlen dringend die Erstellung eines hausinternen Curriculums zum Thema “Medienkompetenz”. Das verhindert einen unreflektierten Einsatz von Medien im Unterricht und stellt sicher, dass der Mehrwert auch wirklich ankommt und nicht einfach der PC Heft und Stift ersetzt.
  • die Schulen treffen Nutzungsvereinbarungen mit den Schülern und den Eltern, ein Punkt, den ich bisher völlig ausgeblendet hatte. Eine Übersicht mit Beispielen bietet das ISB.

Eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung, die neue Aspekte lieferte und mich in anderen Inhalten bestärkt. Mitte Mai haben wir an unserer Schule eine schulinterne Fortbildung mit den Kollegen, in der wir unser Vorgehen absprechen. Bis dahin gilt es, einen überzeugenden Vortrag zu entwickeln.

  1. eine Art Netzwerkfestplatte
  2. nicht meine Idee, die Wirtschaftsschule Schwabach arbeitet damit, hier hatte ich bereits darüber berichtet.

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Notebookklasse

In der kommenden Woche darf ich zusammen mit einer Kollegin und unserem Schulleiter die Wirtschaftsschule in Schwabach besuchen. Wir wollen uns dort die Notebookklassen ansehen und v.a. mit den beteiligten Kollegen sprechen, uns das didaktisches Konzept anschauen und Erfahrungen erfragen. Hintergrund ist die Überlegung, ob unsere Schule im nächsten Schuljahr ebenfalls in eine Notebookklasse einsteigt.

Bisher haben wir als Prämisse folgendes festgelegt: Der Unterricht in der Notebookklasse muss einen deutlichen “Mehrwert” haben. Sollte das nicht der Fall sein, dann steigen wir nicht ein. Im Grunde ist das eigentlich ganz einfach für uns: Parallel nehmen wir nämlich an “Segel BS” teil, einem Modellversuch des ISB Bayern. Dieser Modellversuch setzt auf selbstregulierendes Lernen und fordert von uns Lehrern eine völlig andere Unterrichtsgestaltung. Die Kollegin und ich sind davon überzeugt, dass das mit Notebooks besser zu erreichen ist. Konkret bedeutet baut Segel auf verschiedenen Strategien auf:

  • Lesestrategie
  • Informationsbeschaffungsstrategie
  • Selektive Informationsstrategie
  • Ressourcenstrategie/li>
  • Problemlösungsstrategie
  • Elaborationsstrategie
  • Reflexionsstrategie
  • Regulationsstrategie1

Dazu kommen weitere Überlegungen:

  • Der PC ist ein Arbeitsmittel, der für die Ausbildung und den Beruf absolut notwendig ist. Je höher unsere Schüler qualifiziert sind, desto größer sind ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. 2
  • Durch die Arbeit mit Learn Management Systemen kann eine einfachere Differenzierungen im Unterricht erreicht werden.
  • Laptops erleichtern die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Lehrern, Schülern und Schülern und Lehrern und Schülern. Der Unterricht mit insgesamt vernetzter. 3
  • Inhaltliche Verknüpfungen während des Unterrichts (zum Beispiel während einer Recherche mit einem konkreten Arbeitsauftrag) sind einfacher zu bewerkstelligen.

Unsere Vorüberlegungen sind also nun soweit gediehen, dass wir uns konkret umsehen (Bericht folgt!). Wenn ihr Erfahrungen mit Notebookklassen habt oder Tipps geben könnt, wir freuen uns!

Am morgigen Tag beginnt aber erst einmal mein volles Programm: als Schulentwicklungsmoderator in Schweinfurt, als Kabarettbesucher in Erfurt (Georg Schramm) und als Bass in unserem Gospelchor in Ostheim.

  1. hier könnt ihr ein wenig mehr zu den verschiedenen Strategien nachlesen und auch, warum wir glauben, dass Notebooks sinnvoll sein dürften. Die Darstellung ist nicht einheitlich, weil mehrere Kollegen mitgearbeitet haben. Es handelt sich hier um unsere Vorüberlegungen
  2. Der erheblich tiefere Einstieg v.a. in die Datenverarbeitung sollte von der Schule auch zertifiziert werden! Das sind genau die Fähigkeiten, die die Betriebe von unseren Schülern verlangen.
  3. Die Vernetzung ist ein wesentlicher Bestandteil von Segel BS. Letztlich läuft vieles auf einen Lehrplan heraus, der lernfeldorientiert ist.

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