Archiv für Kategorie Lernen
Cobocards jetzt mit Pro-Account
Cobocards hatte ich ja hier schon einmal vorgestellt. Online Karteikarten erstellen und damit lernen. Besser noch: in der Gruppe lernen. Karteikarten können getauscht werden, man kann sich gegenseitig abfragen oder in einer Gruppe gemeinsam die Karten erstellen. Seit heute ist Cobocards in einer Pro-Version auf dem Markt (kostenpflichtig!). Den Unterschied zwischen “normaler” und “Pro-Version” kann man hier am besten einsehen. Finanziell schlägt das ganze mit 3.-€ im Monat zu Buche. Aus dem Blog der Cobocardsmacher ist auch zu erfahren, dass es demnächst eine App für das iPhone gibt.
Ich finde den Ansatz immer noch interessant, auch wenn ich im vergangenen Jahr nicht mit Cobocards gearbeitet habe. Vielleicht ergibt sich das ja in der neuen Laptopklasse, mal sehen. Den Jungs von Cobocards wünsche ich jedenfalls, dass ihr Konzept aufgeht. Vielleicht sollten sie einmal über ein Preismodel für eine komplette Schule nachdenken.
Nicht verzagen, Grammis fragen
Man kann nicht alles wissen, weder als Lehrer und schon gar nicht als Schüler. Abhilfe schafft im Normalfall Wikipedia – meinen meine Schüler. Und was da steht, das ist richtig. Punkt. Für alle Fragen rund um Grammatik empfehle ich aber Grammis, das grammatische Informationssystem des instituts für deutsche sprache (ids). Fachbegriffe, Wörterbuch, systematische Grammatik, alles da. Besonders schön für Schüler: man kann Fragen stellen, die auch vom ids beantwortet werden. Zum Beispiel: Heißt es der, die oder das Nutella? Das beantwortet die Wikipedia zwar auch, aber lange nicht so wissenschaftlich. Dafür mit einer Stellungnahme von Ferrero: Nutella ist ein im Markenregister eingetragenes Fantasiewort, das in der Regel ohne Artikel verwendet wird. Es bleibt jedem selbst überlassen, welchen Artikel er vor Nutella setzt.
Links sammeln – Rechtschreibung und Grammatik im Netz
Heute ein Artikel mit Doppelinhalt. Zum einen bin ich von Schülern gebeten worden, Links zu Rechtschreib- und Grammatikübungen zu veröffentlichen, andererseits wollte ich auf einen Webdienst hinweisen: Sqworl. In Sqworl sammelt man seine Links und erhält dann einen Gesamtlink mit Webseitenvorschau. So sieht das ganze dann aus. Zum Erstellen von Linklisten ein netter Dienst, allerdings wird schon wieder einmal eine neue Anmeldung nötig. Positiv finde ich die Gelegenheit, die Links zu kommentieren. Schön wäre es, wenn man den Dienst – im Sinne einer CI – in Wordpress einbinden könnte und wenn die Schüler die Links ebenfalls kommentieren bzw. bewerten könnten. Vielleicht kommt das ja noch.
Virtuelles Dillingen – Erster Tag
Verfasst von admin unter ELearning, Fortbildung, Lernen am 8. Dezember 2008
In dieser Woche darf ich (nach meiner Onlinefortbildung) real in Dillingen erscheinen. Thema: “Lernen im virtuellen Klassenzimmer”. Heute gab es zunächst einmal eine Einführung in das E-Learning und in die Arbeit mit Moodle. Ganz neu ist mir Moodle ja nicht, allerdings bin ich mit der Schlussthese des Referenten nicht ganz einverstanden. Er behauptet, die Arbeit mit Learn Management Systemen (LMS) geht einher mit einer neuen Lernkultur. Der Mehrwert liege darin, dass man als Lehrer sehe, was der einzelne Schüler arbeitet und dass Materialien schneller bei der Hand wären (was in vielen Fällen sicher richtig ist) und dass sie – im Gegensatz zu gedruckten Materialien wie Arbeitsblättern - auch besser wiederzuverwerten sind. Darüber hinaus sei der Austausch mit Kollegen fruchtbarer. Auch der berühmte Lehrer als „Coach“ kam wieder zur Sprache.
Für mich war auf den ersten Blick nicht ersichtlich, wo der Mehrwert jetzt genau liegt und was jetzt daran eine neue Lernkultur sein soll. Im Grunde arbeiten die Schüler weiterhin lehrergesteuert, er stellt die Materialien zur Verfügung, er stellt die Aufgaben, er bewertet und er gibt einen Lernweg vor. Ich kann daran keine neue Lernkultur feststellen, außer dass es eben “in ist”, mit neuen Medien wie dem Internet zu arbeiten. Die Vorteile für die Lehrer sind schon nett, aber rechtfertigt das den Einsatz von LMS?
Ich würde eigentlich eine Stufe weitergehen wollen und die Lernumgebung wirklich den Schülern überlassen. Der “Coach” ist eigentlich viel mehr ein Jazzbandleader, der eine sinnvolle Umgebung schafft, damit die Bandmitglieder glänzen können. Dazu sollte man (nicht nur in Moodle) dringend zwei Dinge in den Unterricht einbauen: Feedback und Reflexion. Schüler sind durchaus in der Lage sich gegenseitig ein kriterienorientiertes Feedback zu geben, das dem Feedbacknehmer durchaus weiterhelfen kann. Eigentlich ist das unsere Aufgabe, ich kann mir aber vorstellen, dass viele Schüler ein Feedback von Mitschülern ebenso annehmen und etwas daraus ziehen können. Der Bereich der Reflexion erscheint mir aber noch wichtiger. Ein wirklicher Lernerfolg erfordert auch ein Nachdenken über die eigene Lernstrategie, über Fehler, Umwege und Vorankommen. Das ist ein Punkt, der im Unterricht meistens völlig brach liegt – natürlich auch in meinem. Die Onlinefortbildung hat mir einige gute Tipps gebracht, wie man Schüler zu einer Reflexion bringen kann. Eigentlich müsste ich sie nur noch umsetzen. Diese Arbeit steht dann wohl in den Weihnachtsferien an, wenn ihr Ideen habt, teilt sie mir bitte mit!
Nachtrag: Auch die SZ hat sich mit Moodle befasst und kommt zum Schluss “E-Learning wird immer beliebter“, der Lehrerfreund kommentiert “Alle reden über Moodle – und keiner benutzt es“.
Cobocards – die Zweite
Eigentlich wollte ich heute mit meiner Abschlussklasse Cobocards ausprobieren. Die Klasse hat auch grundsätzliches Interesse bekundet, leider konnten wir aber nicht in den Datenverarbeitungsraum gelangen, weil dieser besetzt war. Deshalb habe ich den Dienst zusammen mit einem Kollegen ausprobiert. Die Anmeldeprozedur gestaltet sich recht einfach, E-Mail-Adresse und Passwort reichen aus. Das Anlegen der Karteikarten dürfte meine Schüler nicht überfordern. Über den Reiter “Lernen” kann man sich dann bereits selbst abfragen. Der Mehrwert von Cobocards besteht aber darin, dass man mit anderen Schülern zusammen lernen kann. Eine Einladung zum Lernen verschickt man per E-Mail, allerdings muss der Eingeladene entweder einen Account anlegen oder bereits einen besitzen. (Das empfinde ich bei den ganzen Web 2.0 Diensten immer wieder als Manko!) Nun kann man die Karten auch gemeinsam lernen. Derjenige, der abgefragt wird, sieht nur die Frage auf den Karten, der andere auch die Antworten. Im Chat kann man sich dann austauschen und der Abfrager kann dann entscheiden, ob er die Antwort als richtig, teilweise richtig oder falsch einsortiert. Am Ende steht dann eine kleine Statistik, die über den Lernerfolg Auskunft gibt.
Clever finde ich, dass die Ergebnisse der Abfrage grafisch aufbereitet werden, so dass man beim nächsten Mal gezielt die Fragen auswählen kann, die man vorher nicht richtig beherrscht hat. Während der Abfrage bietet sich statt des Chats auch ein normales Telefongespräch oder eine Unterhaltung über Skype an.
Während unseres Tests hatten wir Schwierigkeiten, eine Verbindung herzustellen, wenn zwei unterschiedliche Browser verwendet wurden (in unserem Fall Opera und Firefox). Wenn beide Teilnehmer die gleichen Browser verwendet haben, war die Verbindung problemlos.
Ob und wie man gemeinsam bei der Erstellung der Karten zusammenarbeiten kann, haben wir nicht ausgetestet. Das werde ich dann wirklich mit meiner Abschlussklasse versuchen. Die Schüler haben sich bereits für das Fach Betriebswirtschaft ausgesprochen, um so den Lernstoff des letzten Jahres aufzubereiten. Bericht folgt!
Nachtrag: Mittlerweile haben sich die ersten Schüler aus meiner Abschlussklasse gemeldet und offenbar selbst das Arbeiten mit Cobocards angefangen. Freut mich!
Sudoku & Gedächntistraining
Verfasst von admin unter Lernen, Sehenswert am 29. Januar 2008
Im meiner Vorabschlussklasse behandeln wir im Moment das Thema Bewerbung und lesen ein gemeinsames Buch (Martin Suter, Ein perfekter Freund). Dabei haben wir auch die Themen “Gedächtnistraining” und “Logisches Denken” gestreift.
Die folgende Seite hatte ich schon einmal gepostet, sie hat aber nichts von ihrem Reiz verloren. Für alle, die sich mit dem Gedächtnistraining befassen, sollte das hier die erste Anlaufstelle sein. Glücklicherweise sind ja bald Ferien, denn ein gewisses Suchtpotential kann man der Seite nicht absprechen.
Sudoku spiele ich am liebsten hier. Besonders schön finde ich, dass man seine Spiele abspeichern kann. Viel Spaß!
Netzwerkbildung & Wissensteilung
Eine kleine Rückschau zur Tagung “Netzwerkbildung und Wissensteilung” in Dillingen. Drei Vorträge an zwei Tagen und Workshoparbeit hören sich nicht nur viel an, es war wirklich anstrengend. Allerdings lag das natürlich auch an der hohen Intensivität der Veranstaltung.
Die ersten beiden Vorträge beschäftigten sich mit Laptopklassen und Web2.0 im Bildungsbereich. Es folgte der Vortrag “Lernen in Zeiten allgegenwärtiger Informations- und Kommunikationstechnologie”. Das hörte sich zunächst nicht sehr viel versprechend an, entpuppte sich jedoch recht schnell als das “Highlight” der Veranstaltung. Die beiden Workshops, an denen ich teilgenommen habe, befassten sich mit “E-Portfolios” und “Blogs in der Schule”. Alle Inhalte, Unterlagen und auch die Vorträge (als Video) können hier abgerufen werden.
Was nehme ich aus der Veranstaltung mit? Ich möchte zwischen schulischem und privatem Zugewinn unterscheiden:
- Mit “Mahara” habe ich eine neue Plattform kennen gelernt, mit der man Portfolioarbeit unterstützen kann. Insgesamt hatte ich aber das Gefühl, dass sich Mahara zwar gut für eine Bewerbungsmappe eignet, in der man eigene Stärken und seine Biographie präsentiert, die kommunikative Seite eines Portfolios kommt mir aber zu kurz.
Dennoch werde ich Mahara einmal austesten: mit meiner Vorabschlussklasse will ich Mahara ansehen und entscheiden, ob wir im Rahmen der Bewerbung damit arbeiten. Netterweise bietet mir der Referent Klaus Himpsl die Gelegenheit “sein” Mahara zu verwenden, so dass ich die Software nicht auf dem Schulserver ablegen muss. Sollte sich Mahara als lohnend erweisen, muss man über eine Schulinstallation einmal nachdenken.
Ob ich die “normale” Portfolioarbeit einmal gegen ein “E-Portfolio” austausche ist mir noch nicht klar. Dann müsste ich auch entscheiden, ob ich Mahara oder lieber ein Blogsystem wie Wordpress verwende. Diese Überlegungen haben aber sicher noch Zeit.
Wirklich sehr gelungen finde ich, dass der Autor bei Mahara wirklich “Herr” über seine eigenen Daten ist. - Im Bereich der Weblogs haben sich im Grunde drei verschiedene Typen herausgestellt: “Private Weblogs” von Lehrern, die über ihren Alltag und Schule schreiben, Weblogs von Lehrern, die den Schülern weitere Informationen zur Verfügung stellten und Weblogs, die z.B. Projekte begleiten. Interessant hierbei sind rechtliche Fragen.
- “Netzwerkbildung” wird oft aus der Sicht des Unterrichts und der Schüler gesehen. Netzwerke von und für Lehrer sind meisten gar kein Thema. Hier sollten wir uns Gedanken machen. Ich werde also Kontakt mit Herrn Rau aufnehmen, der sich ähnliche Gedanken macht.
Auch privat habe ich etwas mitgenommen:
- Es ist gut zu sehen, dass andere auch so “ticken” wie ich und dass auch sie mit den gleichen Problemen kämpfen.
- Solche Tagungen motivieren ungemein.
Wissen 2.0
Gestern bei Youtube entdeckt, will ich euch das Wissen von morgen natürlich nicht vorenthalten. Interessant finde ich dabei, dass ich in der letzten Woche einen Artikel in der Technology Review gelesen habe zum Thema “Zukunftsfoschung” gelesen habe. Hier ist die Grundaussage, dass man im Grunde keine konkreten Voraussagen mehr treffen kann, sondern nur noch mit Szenarien arbeitet.
Die Dinge, die im Video angekündigt werden, könnte man aber so wahrscheinlich unterschreiben.
Vokalbeltrainer
Vokabeln lernt man mit Karteikarten, das dürfte sich mittlerweile überall herumgesprochen haben. Dass ich von einer Onlinelösung sicher begeistert bin, dürfte auch keinen wundern. Vokker ist so ein Vokabeltrainer im Internet. Interessant finde ich nicht nur die Möglichkeit nach Karteikartenprinzip zu lernen, sondern auch, dass man sich seine Vokabeln ausdrucken kann, so dass man abends im Bett oder während der langen Busfahrt lernen kann. Selbst eine Exportfunktion in Excel oder ins Csv-Format sind vorgesehen. Sicher mehr als einen Probelauf wert!
Online Mindmap
Mit “Mindmeister” kann man online Mindmaps erstellen. Die Basicversion reicht für Schüler völlig aus, für Premium- und Teamversion verlangt der Betreiber einen monatlichen Beitrag. Interessant finde ich das Zusatztool “Geistesblitz”. In die Befehlszeile von Firefox oder IE eingebaut, kann man seine Ideen auch sehr schnell in sein Mindmap einbinden, damit nichts verloren geht. Das funktioniert auch als Gadget für Vista oder MacOS. Hier findet ihr weitere Infos.
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