Archiv für Februar, 2007
Wie alles begann – die zweite
…ich traue mich ja fast nicht, aber meine zweite Platte war “Berlin – A Concert For The People” von Barclay James Harvest. Die Geschichte dahinter ist recht schnell erzählt: Lagerfeuer – Typ mit Gitarre – “Hymn” – irre Stimmung – von wem ist dieser Song? Rein in den Plattenladen und: wow ist die teuer! Aber kein Problem, ich habe das Teil dann ausgeliehen und auf Kassette aufgenommen.
Kleiner Exkurs: Liebe jugendliche Leser: eine Kassette und Aufnehmen, das kennt ihr ja gar nicht mehr. Also, man legt die Platte (so ein rundes Ding aus Vinyl, schwarz, mit Rillen und einem Loch in der Mitte) auf den Plattenspieler (so was ähnliches wie ein CD-Spieler, nur kann man zusehen, bis einem schwindlig ist) und muss dann möglichst zeitgleich den “Record-Knopf” am Kassettenrekorder drücken. So etwa beim fünften Versuch klappt das dann auch. Vorher muss man allerdings ausrechnen, wieviele Lieder auf eine Seite passen. Bei einer Kassette wie oben wären das 30 Minuten. Dann dreht man um. Wenn man viel Glück hat (oder es einfach kann!), dann hat man die LP auf CC (Compact Cassette).
Das Konzert war jedenfalls toll. “Mockingbird”, “In Memory Of The Martyrs” und “Child Of The Universe” sind echte Klassiker, an sie erinnere ich mich noch recht gut. “Berlin” war grandios und den krönenden Abschluss bildete dann “Hymn”. Ich war jedenfalls so begeistert, dass ich das nächste Album – “Victims of circumstance” dann gekauft habe. Ein Fehler! “Berlin” ist aber dennoch ein gutes “Best of” Album der Band – ein anderes braucht man eigentlich nicht zu besitzen.
Drei Dinge fallen mir aber trotzdem noch zu diesem Album ein: 1. Ich war echt froh, als ich die Platte im Plattenschrank meiner Freundin (heute Frau) entdeckt hatte: wir hatten (zumindestens im Ansatz) den gleichen Musikgeschmack! 2. Die Platte legte wohl den Grundstein für meine Begeisterung für Live-Aufnahmen. 3. Ich musste einfach Gitarre spielen lernen!
Fazit: Anspruchsvoller Softrock, dass sich mein Musikgeschmack geändert hat, finde ich nicht weiter bedenklich!
Der CD-Regal-Befüller oder: wie alles begann (Toto IV)
Mein größtes Hobby dürfte Musik sein. In letzter Zeit habe ich mir eigentlich recht wenig zugelegt, dennoch quillt mein CD Regal über. Es wird Zeit, einmal ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen, nicht nur im Regal, sondern auch “im Kopf”. Ich werde sicher keine Besprechungen von CDs vornehmen, das können andere besser. ( In diesem Zusammenhang sei v.a. auf die Babyblauen Seiten verwiesen). Mir geht es eher um meine Beweggründe mich mit Musik zu beschäftigen, meine Eindrücke und natürlich die Erinnerungen, falls die Platten schon ein wenig länger in meinem Regal weilen.
Meine erste Platte: Toto IV. Die LP kostete damals fast 20.- DM – mehr als ein Monatstaschengeld. Deshalb bin ich auch mehrfach in unserer Stadtbücherei aufgeschlagen, um mir die Platte anzuhören. Schließlich sollte das Geld ja gut angelegt werden. Ich nahm mir damals vor nur Platten zu kaufen, die ich mir später immer noch anhören würde (ein Prinzip, das bis auf gelegentliche Ausrutscher auch gut funktioniert hat).
“Rosanna” und “Africa” liefen ja in Bayern3 (einen anderen Sender für Rockmusik gab es damals nicht) hoch und runter, diese Lieder musste man nicht checken. Der “Rest” war immerhin für sechs Grammys gut. Wenn ich allerdings heute die Trackliste ansehe, muss ich zugeben, dass mir außer “Make Believe” und “I Won’t Hold You Back” keines der Lieder mehr in Erinnerung geblieben ist. Schätze es wird Zeit, die Platte wiedereinmal zu hören.
Ich kann mich aber gut erinnern, dass mir damals schon das tolle Schlagzeugspiel von Jeff Porcaro (+1992) gefallen hat. So bin ich bis heute von Schlagzeugern fasziniert, was auch daran liegen dürfte, dass meine eigenen Versuche nicht wirklich von Erfolg gekrönt waren.
“Toto IV” war jedenfalls meine Einstiegsdroge in Musik. Ich finde, es gibt schlechtere “Starter”. Bis zum Album “Mindfields” (1992) besitze ich alle CDs (oder Platten) und “Toto live” gehört noch immer zu meiner Liste der besten Live-Aufnahmen. Doch dazu später sicher mehr. Nach “Mindfields” war dann allerdings Schluss, diese CD landet wahrscheinlich bald bei Ebay – ehrlich: das ist weit unter dem Niveau, das mir bei Toto immer so gefallen hat. Die letzte Veröffentlichung (”Falling in Between”) soll allerdings recht gut gewesen sein. Vielleicht…
PS Das schöne an Toto ist: es ist familientauglich, auch meine Frau findet Gefallen daran.
Neu im CD-Regal
… und wieder einmal Post mit neuen CDs:
- Retroheads: Introspective
- Adib: Spinning like a top
- Artsruni: Cruzaid
Auf die Artsruni habe ich wirklich lange gewartet. Aus meiner letzten Lieferung sticht die CD von Beardfish deutlich hervor. Man muss schon zweimal hinhören, aber das lohnt sich.
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