Archiv für November, 2008

Projekt Werbung

Heute einmal ein “Insider” für die Schüler der 9a. Auf dieser Seite habe ich euch ein paar Informationen zum Projekt zusammengestellt. Ich bin auf eure Produkte gespannt!

Keine Kommentare

Online-Fortbildung

Wie versprochen einige Notizen zu meiner Online-Fortbildung in Dillingen. Naja, nicht wirklich Dillingen, ich sitze ja zu Hause. Thema ist “E-Portfolio”. Die inhaltliche Beschäftigung findet ihren Niederschlag in der Erstellung eines eigenen Portfolios, dazu wird “Mahara” verwendet, das ich auch schon im Unterricht eingesetzt habe.

Während der Fortbildung sind mir einige Dinge aufgefallen:

  • Um die Diskussionen in den verschiedenen Foren zu verfolgen kann man sie “abonnieren” und man bekommt dann immer eine Mail, wenn ein neuer Beitrag erscheint. Einfacher wäre es, wenn es innerhalb von Mahara eine Seite gäbe, auf der man seine Nachrichten verwalten kann. Dazu kommt noch, dass es Foren sowohl in der Mahara-Plattform als auch in Moodle gibt. Als Schüler fände ich das Abonnieren zu umständlich. Viele meiner Schüler checken auch ihr Mailkonto nicht regelmäßig, so dass die Diskussion in Foren eher schleppend oder gar nicht vorankommen würde. Als Lehrer hätte ich eigentlich gerne einen Überblick über die Foren, würde aber nicht dauernd meinen Posteingang beobachten müssen. Persönlich wäre mir das Mitlesen über RSS-Feeds am liebsten. Das ist aber in beiden Plattformen nicht möglich.
  • In verschiendenen Fachbüchern zu Portfolios habe ich immer wieder gelesen, dass die Portfolios auch veröffentlicht werden sollen. Hier zeigt sich eine Schwäche bei den E-Portfolios. Um die Veröffentlichung im Unterricht zu ermöglichen, bräuchten die Schüler alle einen PC mit Internetanschluss. Das ist an meiner Schule nicht möglich. Man kann die Portfolios zwar auch ausdrucken, damit beraubt man aber die E-Portfolios um den Vorteil der Multimedialität.
  • Für die Arbeit an meinem Portfolio brauche ich zwei Passwörter (Moodle und Mahara), die sich – wenn man sicherheitstechnisch denkt – natürlich unterscheiden sollen. Wenn ich mir überlege, bei wie vielen anderen Diensten ich sonst noch angemeldet bin (Cobocards, Mindmeister, GoogleReader…) sind das wieder zwei mehr. Schön wäre es, wenn man für die Arbeit nur ein PW bräuchte, vielleicht kann man Moodle und Mahara auf einer Plattform anbieten.
  • Die  Dokumentation von Mahara in deutscher Sprache ist nicht wirklich vollständig. Meine Schüler haben wahrscheinlich schon Probleme genug bei der Verwendung des Programms. Wenn es nun nicht einmal ein angemessenes deutsches Hilfesystem gibt, dann möchte ich ihnen die Arbeit mit Mahara eigentlich nicht zumuten. Es stellt sich also die Frage nach Alternativen.

Ob E-Portfolios wirklich mit Mahara geführt werden sollten, ist mir noch nicht ganz klar. Im Grunde funktioniert das Programm recht einfach, allerdings steckt die Tücke im Detail. Mir ist es z.B. bisher nicht gelungen, ein selbst erstelltes Video einzustellen. Im Hilfesystem gibt es auch keinen Hinweis darauf, welche Videoformate kompatibel sind.

Letztlich stellt sich auch die Frage nach der Bereitstellung von Mahara. Solange die Schüler meine Schule besuchen kann ich mir sogar vorstellen, ein Mahara-System auf einem eigenen Server zu betreiben und wirklich eine Art Lernportfolio zu betreiben. Schüler meiner Schule (Wirtschaftsschule) beginnen aber – anders als Schüler des Gymnasiums – zu 70% eine Lehre, haben also noch während der Schulzeit auch hautnah mit dem Thema “Bewerbung” zu tun. Dass der eine oder andere Schüler gerne seine Arbeiten auch einem zukünftigen Arbeitgeber zeigen möchte, wäre nur zu verständlich. Das würde vielleicht noch funktionieren, eine Bewerbung nach der Ausbildung mit einem Portfolio zu unterstützen dürfte dann aber nicht mehr machbar sein. Deshalb wäre es gut, wenn es standartisierte Schnittstellen gäbe, so dass man sein z.B. in Mahara erstelltes Portfolio später auch mit anderen Systemen weiterführen kann. In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, ob nicht z.B. ein Weblog als Möglichkeit zur Erstellung eines E-Portfolios auch ausreichen würde. Die notwendigen Dienste sind ja gegeben: Freischalten von Content (oder eben auch nicht), Kommentarfunktion, Einbindung von Medien etc. Nur das Verwalten öffentlichen Zugriffen funktioniert nicht.

, , ,

6 Kommentare

RSS-Feeds lesen

Google-ReaderSeit geraumer Zeit abonniere ich RSS-Feeds von allen möglichen Seiten, die mich interessieren. Zu Beginn habe ich meine Abos in Thunderbird verwaltet und nach Themengebieten sortiert. Dann habe ich einen Online-Reader ausprobiert und bin bei Bloglines hängengeblieben. Die für mich wichtigen Einträge habe ich markiert und “behalten”. Nach und nach sind immer mehr Feeds dazugekommen und irgendwie habe ich den Überblick verloren bzw. immer mehr Zeit mit dem Feedlesen verbracht, so dass ich mir etwas anderes überlegen musste. Mittlerweile lese ich etwa 120 Feeds täglich und das geht so:

  • Ich bin auf Google-Reader umgestiegen. Eigentlich wollte ich mich nicht bei Google anmelden, die Schwierigkeiten mit Bloglines sind aber immer größer geworden: Feeds sind teilweise gar nicht oder erst nach Stunden aktualisiert worden. Nach fast einem Jahr hoffen, dass sich das noch bessert, bin ich dann umgestiegen. Der Google-Reader funktioniert sehr zuverlässig, hat aber leider keine Übersicht, wer noch den Feed abonniert hat. So kann man sich auf diese Weise nicht weiter informieren. Stattdessen bietet Google eine Art “Empfehlungsservice” an, den ich einmal wöchentlich (immer Sonntags) nutze. Die Empfehlungen sehe ich mir an und etwa 10% schaffen es dann auch in meine Auswahl.
  • Ich habe die Anzeigestruktur umgestellt. Ich sortiere nicht mehr nach Themen, sondern nach Priorität. Die Feeds in Ordner 1 lese ich immer, in Ordner 2 wenn es die Zeit noch zulässt und die in Ordner 3 dann, wenn ich Zeit habe. Ich aktualisiere die Feeds dreimal am Tag. Dabei achte ich darauf, dass am Ende keine Feeds mehr “ungelesen” sind. Wenn ich also Ordner 3 nicht gelesen habe, weil ich keine Zeit hatte, dann lösche ich den Inhalt trotzdem.
  • Neue Feeds sortiere ich in “Woche 1″ ein. Diese Wochenordner lese ich immer und an jedem Sonntag wandern die Feeds eine Woche weiter (”Woche 2″, “Woche 3″…). Am Ende der vierten Woche entscheide ich, ob ich den Feed weiterlese (und ordne ihn entsprechend ein ) oder ob ich den Feed lösche.
  • Einmal im Vierteljahr überprüfe ich, ob die Feeds noch relevant für mich sind, sortiere um oder “miste aus”.

Insgesamt habe ich durch die Umstellung den Eindruck, dass ich weniger Zeit mit den Feeds verbringe, aber genausogut informiert bin. Ich speichere auch keine Feeds mehr (”könnte nochmal wichtig werden”), sondern vertagge die Inhalte sofort bei delicious oder lösche die Feeds.

,

5 Kommentare

Medienarbeit

Am vergangenen Wochenende durfte ich einmal mehr als Gesprächsleiter am Hauptausschuss des Bezirksjugendrings Unterfranken teilnehmen. Neben der Einsicht in ein beeindruckendes Arbeitspensum nehme ich vor allem Gedanken von Lambert Zumbrägel, dem Medienfachberater des Bezirksjugendrings mit. Er beschäftigte sich zwar mit dem Thema “Ersetzt das Internet die Jugendgruppe – oder womit sich Jugendverbände dringend beschäftigen müssten”, aber das Thema war so breit angelegt, dass auch Schule von seinen Überlegungen profitieren kann.

  • wenn man “Jugendliche da abholen soll, wo sie stehen”, dann muss man feststellen, dass sie vor allem sitzen – und zwar vor dem PC. Fast die Hälfte aller Schüler sind mittlerweile bei SchülerVZ registriert. (Anmerkung: diese Zahlen bestätigt auch die ARD-ZDF-Online-Studie: die 14-19-Jährigen verbrinden mit 120 Minuten täglich mittlerweile mehr Zeit im Internet als mit dem Fernsehen)
  • das virtuelle Leben ist mittlerweile ein reales Leben mit sozialem Lernen, Beziehungspflege und Identitätsbildung

Vor allem der letzte Punkt wird in der Schule immer wieder übersehen. Die Beschäftigung der Schüler im Netz wird von vielen Lehrern eher belächelt oder abgelehnt. Das Internet an sich ist sowieso nur mit größter Sorge zu betrachten. Letztlich verstellt uns der Blick auf das Medium das eigentliche Ziel unserer Arbeit: die Beschäftigung mit den Schülern, die heute eben einfach ein anderes Lebensumfeld haben als wir. Solange wir aber mit einer “Früher war alles besser”-Mentalität an die Sache herangehen, werden wir die Jugendlichen immer weniger verstehen.

, ,

Keine Kommentare

Handelsblatt für Schüler

Das Handelsblatt startete Anfang November das “Handelsblatt Newcomer”, eine Wirtschaftszeitung für Schüler, die zum Teil auch von Schülern gemacht wird. Im Mittelpunkt stehen Berufe und Unternehmen, die großen Themen der Wirtschaft und verschiedene Wirtschaftsbranchen. “Newcomer” erscheint alle zwei Monate kostenlos und kann hier bestellt werden.

Ich habe mir die erste Ausgabe einmal angesehen und fand die Themen interessant und auch gut aufgemacht: eine Story über die Macht der jungen Käufer, über die Finanzkrise in Hollywood, über Steven Jobs, Lernen bei Airbus uvm. Ich kann mir vorstellen, dass man die Zeitung nicht nur im Wirtschafts- oder Sozialkundeunterricht gut einsetzen kann, sondern auch in Deutsch oder Ethik. Die erste Ausgabe war gelungen und ich bin gespannt, ob die Redaktion das Niveau weiter halten kann.

,

Keine Kommentare

Über den Sinn von Schulfiltern im Internet

An meiner Schule gibt es seit einiger Zeit einen Schulfilter für das Internet. Die Software heißt “Time for kids” und sperrt von sich aus Newsgroups, Seiten mit pornographischem oder rassistischem Inhalt, Chats oder auch einfach nur eBay. Meine eigene Seite wird übrigens auch als gefährlich eingestuft und gesperrt. Das dürfte daran liegen, dass das Programm WordPress erkennt und da alle Blogs ebenfalls gesperrt sind, trifft das natürlich auch auf meine Seite zu. Erstaunlich ist nur, dass unsere Schulhomepage davon nicht betroffen ist, auch sie läuft unter WordPress.

Der Einsatz des Schulfilters hat unter den Kollegen für ein wenig Unmut gesorgt, weil auch im Lehrerzimmer Recherchen nicht mehr möglich waren. Deshalb sind die drei Lehrerrechner nun vom Schulfilter ausgeschlossen.

Anlass für diesen Artikel ist der gestrige Unterrichtstag. Mit meiner Projektgruppe wollte ich Kriterien entwickeln, wie man am besten Lebensmittel testet. Die zunächst angewählte Seite der Zeitschrift Ökotest wurde abgewiesen, selbst das Bundesgesundheitsministerium stand nicht zur Verfügung. Ich hatte zwar den Raum vom Schulfilter ausgeschlossen, allerdings hat das nicht funktioniert, weil die Rechner vor der Umstellung nicht angeschaltet waren (das habe ich aber erst am Ende der Stunde kapiert).

Warum setzen Schulen solche Filter ein? Im verschiedenen Gesprächen habe ich erfahren, dass es hauptsächlich darum geht, Schülern den Zugang zu “böse Seiten” zu verwehren. So kann niemand (vor allem keine Eltern) behaupten, an unserer Schule könnten die Schüler irgendwelche verbotene Dinge tun. Die Schule wäre somit auch nicht haftbar. Darüber hinaus könnten sich die Schüler während des Unterrichts nicht mit irgendwelchen Dingen beschäftigen, die nicht zum Unterrichtsgeschehen gehören.

In der Praxis finde ich diesen Filter höchst hinderlich. Wenn die Schüler selbst am Rechner sitzen, muss vorher geregelt werden, wer wohin surfen darf. Das kann ich aber nur im Lehrerzimmer tun, die Rechner stehen im 2. Stock. Änderungen während einer Stunde sind somit utopisch, im Grunde klappen die Änderungen auch nur, wenn ich in der Stunde vorher frei habe, sonst komme ich nämlich erheblich zu spät in meinen eigenen Unterricht.

Wenn ich einen einzelnen PC einsetzen möchte (z.B. um Videos zum Thema Werbung einzusetzen) ergibt sich ebenfalls das Problem der Freischaltung. Alleine der Aufbau des PCs und des Beamers nimmt schon genug Zeit in Anspruch.

Dass Schüler keine “bösen Seiten” besuchen können, ist ein Irrglaube. Diejenigen, die das wirklich wollen, hebeln den Filter in fünf Minuten aus (selbst gesehen und gestaunt, wie einfach das geht!), die anderen schauen sich dann eben zu Hause um. Interessant wäre zu wissen, ob sich dann Eltern auch um das Surfverhalten ihrer Kinder kümmern, einen eigenen Filter besitzen oder ob es ihnen nur in der Schule etwas “ausmacht”. Bleibt das Argument mit der Ablenkung. Ehrlich: dann spiele ich halt Käsekästchen. Abgesehen davon sind unsere DV-Räume mit einem Mastereye (so einer Art “Big Brother”) ausgerüstet, so dass ich immer sehen kann, was die Schüler gerade machen.

Die Gründe für den Einsatz erschließen sich mir nicht und wenn ich an die Einschränkungen denke, dann gibt es eigentlich nur eine Lösung: schaffen wir das Teil schnell ab und zeigen den Schülern lieber, wie sie ihre Daten schützen, was sie besser nicht machen sollten und wozu das Internet eigentlich ganz nützlich wäre. Medienkompetenz statt Medienkontrolle!

,

5 Kommentare

Schlaue Kinder, schlechte Schule Teil 3

Das Thema Auslese beschäftigt Füller auch weiterhin. Die Annahme, dass man durch Auslese die Lerngruppen so homogenisieren kann, dass ein Lehrer einen Lernstoff gleichzeitig an alle Schüler weitergeben kann, hält Füller für falsch. Das gilt auch für die daraus entstehende Unterrichtspraxis: Lehrer spricht, Schüler schweigt. Dass diese Praxis immer noch sehr verbreitet ist, zeigt Füller an Beispielen aus der Tims-Studie: während fast 70% des Unterrichts spricht der Lehrer, zwei Drittel der Fragen lassen nur eine Antwort zu oder sind Pseudofragen. Interessant ist auch die Auswertung der Schülerantworten: nur etwa ein Drittel der Antworten sind in ganzen Sätzen formuliert.
Somit sind es zwei Punkte, bei denen sich Lehrer, Schulen und Gesellschaft in die Tasche lügen: durch Auslese entstehen homogene Lerngruppen und die Annahme, dass sich nach 1968 das Unterrichtsgeschehen grundlegend verändert habe.
Besonders erwähnenswert finde ich auch noch die Analyse der Lehrersituation: Lehrer erleben eine Menge Widersprüche. Im Klassenzimmer seien sie König, das Image sei schlecht und in den Schulen herrsche eine „frustrierende Ärmlichkeit“, die sich in „erbärmlichen Arbeitsbedingungen“ dokumentiere.
Im nächsten Beitrag soll es um „Schule als Verwaltungsapparat“ gehen.

,

Keine Kommentare

Schlaue Kinder, schlechte Schule Teil 2

Auch zum Thema Lehrer macht sich Christian Füller Gedanken. Seine Thesen:

  • Lehrer verschanzen sich hinter Vorschriften, weil sie das Vertrauen in ihr eigenes Können verloren haben.
  • Lehrer wollen eigentlich Kinder fördern, das Schulsystem zwingt sie aber zur Auslese. Letztlich wirkt sich das auf Lehrer und ihre Didaktik aus.
  • Weil Lehrer permanent angegriffen werden („faule Säcke“, Lehrerhasserbuch…) sind sie in einer permanenten Verteidigungssituation.
  • Lehrer in Deutschland sind nicht unterbezahlt und überbelastet (sagt die OECD), andererseits erreichen nur 10% der Lehrer das normale Renteneintrittsalter.
  • Schaarschmidt spricht in diesem Zusammenhang von einer „gesundheitspsychologisch bedenklichen Situation“: es gibt frustrierte Lehrer (entweder überengagiert oder unengagiert und leidend) und glückliche Lehrer (die einen finden ihr Glück außerhalb, die anderen innerhalb der Schule). Erschreckend daran ist: nur 17% der Lehrer sind innerhalb der Schule glücklich!

Füller kann seine Thesen immer wieder mit Zahlen untermauern. Die Studie von Schaarschmidt kannte ich bereits aus der Lehrerfortbildung. Bedenkenswert und richtig halte ich die These von der „Auslese“. Wenn ein Schüler nicht weiterkommt, dann bin eben nicht ich oder die Schule verantwortlich, das Kind ist halt nicht begabt und wird an eine andere Schulform weitergereicht. Eine individuelle Förderung kommt da eigentlich wenig in Betracht und entsprechend werde ich mich didaktisch verhalten. Klingt logisch.

,

Keine Kommentare

Doof gelaufen

Letzte Woche Freitag habe ich bei Unimall den Mindmanager 7 von Mindjet erworben. Gestern kam dann das Päckchen und ich konnte starten. Das gute Gefühl ist aber seit dem Nachmittag weg. Da hat nämlich Mindjet den neuen Mindmanager 8 vorgestellt. Ärgerlich, hätte ich noch ein paar Tage gewartet, dann hätte ich jetzt keine “überholte” Software auf meinem Rechner.

,

3 Kommentare

Schlaue Kinder, schlechte Schule

Das Buch „Schlaue Kinder, schlechte Schulen“ von Christian Füller liegt schon lange auf meinem Schreibtisch. Die dort aufgestellten Thesen sind zum Teil erschreckend ehrlich und zutreffend. Eine kleine Buchkritik reicht dem Anspruch des Buches aber nicht aus, deshalb werde ich in mehreren Beiträgen die Kapitel zusammenfassen und mit eigenen Anmerkungen versehen.
Im Vorwort wird gezeigt, dass nicht die Gewalt an Schulen oder „Multikulti“ das Problem an der Schule darstellen, sondern dass das deutsche Schulwesen zu viele Verlierer produziert. Während in anderen Staaten über „no child left behind“ diskutiert wird, reden wir über Risikoschüler, Bildungsarmut und Schulverlierer. Als großes Problem sieht der Verfasser auch die „organisierte Verantwortungslosigkeit“ für Schule.
In vielen Punkten hat Christian Füller wohl recht, auch wenn seine positiven Beispiele (sie sind sicher korrekt) nicht so richtig in den Kontext passen. Schulen in die eigene Verantwortung zu nehmen und aus der „organisierten Verantwortungslosigkeit“ zu entlassen dürfte wirklich etwas bringen. In diesem Zusammenhang sei auf den Schulversuchs “Selbstständige Schule” in NRW hingewiesen. Ein Fazit kann man hier nachlesen.  Weiter geht es morgen mit dem Kapitel „Lehrer – die frustrierte Klasse“.

,

Keine Kommentare