Archiv für Mai, 2009

Notebookklassen an meiner Schule

Heute wird es ernst. Letzte Woche hatten wir eine kleine Fortbildung zum Thema im Haus und heute entscheidet sich, ob sich genügend Kollegen finden um in die Thematik einzusteigen. Unsere Fortbildung ist ganz ordentlich angekommen, mein Part war die Frage, warum wir unsere Ziele in einer Notebookklasse besser erreichen können. Die Präsentation habe ich mit Prezi erstellt (sie kann hier angesehen werden) und im Nachhinein bin ich ganz zufrieden.

Jetzt müssen sich Kollegen finden, die zusammen ein Mediencurriculum erstellen und sich um die Schnittstellen der Einzelfächer kümmern. Unser pädagogisches Konzept wird von SEGEL (selbstregulierendes Lernen) bestimmt und muss den Bedürfnissen einer achten Jahrgangsstufe angepasst werden. Eine Menge Arbeit und dabei ist die technische Seite noch völlig außen vor. In zwei Stunden weiß ich mehr!

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SAGA in Schweinfurt

Die gute Nachricht vorweg: Für das SAGA-Konzert musste ich nicht nach Aschaffenburg in meinen Lieblingsclub (Colossaal) fahren. SAGA kam nach Schweinfurt und ersparte mir damit mindestens zwei Stunden Autobahn. Das war auch gut so, sonst hätte ich mich noch mehr geärgert.

Dass SAGA nicht mehr klingt wie SAGA war mir eigentlich schon von vornherein klar, immerhin ist Michael Sadler 2007 aus der Band ausgeschieden. Dennoch ist es ein wenig komisch, alte SAGA Titel mit einer anderen Stimme zu hören. Vergleichbar ist das mit den ersten Konzerten von Marillion nach dem Ausstieg von Fish. Marillion ist aber immerhin so clever, die alten Songs nicht mehr zu spielen, so dass dem geneigten Zuhörer eine Art Schockstarre erspart bleibt. SAGA spielt sie weiterhin und “der neue” (Rob Moriatti) gibt sich Mühe – eine wohl desaströse Beschreibung in einem Zeugnis. Die ganz neue Platte (The Human Condition) war mir bis gestern nicht bekannt und ehrlich: sie wird es auch nicht werden. So wie Marillion ändern auch SAGA ihren Stil und klingen dabei aber leider wie eine schlechte Kopie von IQ oder Asia. Mein Herz haben sie nicht erobert.

Am Ende der Show ist mir dann endlich auch eingefallen, an wen mich Ian Crichton (Gitarre) erinnert: Grima Schlangenzunge aus Herr der Ringe! Ich fand, er sah schon recht blass aus. Leider ist auch die angekündigte Vorband “It bites” nicht aufgetreten, dafür hatten die Veranstalter “Gerber und Olsen” engagiert. Eine gute Wahl, Gerber spielt eine Hammond B3, die Urmutter aller Orgeln, und die Songauswahl (von Free bis Deep Purple) traf genau meinen Geschmack.

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Zettelkasten

Onlinezettelkasten

Onlinezettelkasten

Einige Kollegen haben schon das Lächeln angefangen, ich bin wieder auf Zettel umgestiegen. Meinen PDA habe ich “entsorgt” und mir einen “Taschenbegleiter” von Roter Faden zugelegt. Das bedeutet aber nicht, dass ich mir wieder einen Zettelkasten in Papierform anschaffe. Auf der Suche nach einem Online-Angebot habe ich einiges getestet, bin aber letztlich wieder bei einem alten Bekannten (mit neuen Funktionen!) gelandet.

Zunächst hatte ich ein Wiki im Kopf. Das ist von überall erreichbar und bietet die Möglichkeit der Zusammenarbeit Allerdings müsste ich mich in die Installation und Wartung einarbeiten. Ein Wiki als Notizkasten kommt nicht in Frage, der Aufwand ist mir einfach zu groß.

Der Zettelkasten von Daniel Luedecke bietet eigentlich alles, was das Herz begehrt, allerdings ist er auf einen Rechner begrenzt (es sei denn, man synchronisiert seine Dateien zum Beispiel über einen Onlinespeicherplatz) und kommt somit nicht zum Zug. Das Programm ist mir auch zu mächtig, im Grunde brauche ich nur die Hälfte aller möglicher Optionen.

Bleibt mein alter Bekannter: Zettels. Anfang 2007 hatte ich den Dienst für mich entdeckt, dann aber aus den Augen verloren (wegen des PDAs). Mittlerweile ist Zettels ein richtig guter Web 2.0 Dienst. Zettel lassen sich nun verschlagworten, in Kategorien einteilen, mit Bildern und Videos verbinden, tauschen, mit Querverweisen versehen… Sehr ausführliche Tutorials zeigen die Funktionen und ein Blick lohnt sich noch mehr als vor zwei Jahren. Zettels wird wohl meine Onlinezettelsammlung.

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Historische Karten

Endlich habe ich historische Karten im Internet gefunden. Die Uni Mainz bietet hier eine ganze Reihe von thematisch gegliederten Karten. Ich möchte euch kurz zeigen, wie ich mit den Karten arbeite.

  • eine Arbeit am PC ist im Grunde nicht möglich, das lässt unsere PC-Ausstattung nicht zu,
  • die Karten können ausgedruckt und im Unterricht auf Papier verwendet werden,
  • mit ein wenig Geduld kann man die Karten in einem Bildbearbeitungsprogramm verändern und anschließend ausdrucken,
  • die Karten können mit einem Beamer im Unterricht verwendet werden. Da ich einen TabletPC besitze, kann die Karte im Unterricht beschriftet, verändert usw. werden. Anschließendes Abspeichern und Verteilen natürlich inklusive.

Lange Zeit habe ich übrigens auf eine PC-Ausgabe des Putzger gehofft. Mittlerweile gibt es den “Digitalen Atlas -
Unterrichtssoftware für Geographie, Geschichte und Politik”. Zum Testen ist mir das Programm aber deutlich zu teuer (99€ Einzelplatz, 359€ Netzwerk).

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Europawahl im Unterricht – Wahl-O-Mat

Europaweites Tempolimit auf Autobahnen, ob man damit einen Wahlkampf führen und gewinnen kann? Wer dieses Ziel wohl erreichen will? Soll ich wählen gehen und wenn ja: wen?

Wahl-O-Mat

Wahl-O-Mat

Fast alle Fragen rund um die Europawahl beantwortet der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Ich beobachte das Angebot nun schon seit einigen Jahren aber zu diesen Wahlen holt die Bundeszentrale zum großen Schlag aus. Ursprünglich konnte man sich eine Art Wahlempfehlung ausstellen lassen. Der WOM gibt politische Aussagen, die die Parteien in ihrem Programm stehen haben vor, der Nutzer kreuzt Zustimmung oder Ablehnung an und anschließend zeigt der WOM, mit welcher Partei die meisten Thesen übereinstimmen. Das geht heute auch noch, das “Außenrum” ist aber gewaltig gewachsen. In der Auswertung bietet die Bundeszentrale nun weiterführende Infos zu den Themen an, der WOM ist mittlerweile auch offline verfügbar (Schulfilter lassen grüßen!) und für die Kollegen gibt es Unterrichtsmaterialien und Links satt. Es ist fast Verschwendung, wenn man die Schüler im Unterricht “nur mal schnell” den Fragebogen ausfüllen lässt und mit dem “Rest” nichts anfängt.

Achja, das europaweite Tempolimit steht übrigens bei Grünen, ödp, SPD und Linken im Programm, CDU, CSU und FDP lehnen es ab. Interessant auch: die CSU ist gegen die Produktion von Genfood.

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Ich fasse es nicht!

Stell dir doch einfach mal folgendes vor: Du bekommst eine Einladung vom Kultusministerium, weil du im kommenden Schuljahr in der Prüfungskommission mitarbeiten sollst. Da sitzen dann noch andere Lehrer und zerbrechen sich über die Abschlussprüfung den Kopf, erarbeiten Fragen und suchen passende Texte. Anschließend wird die Prüfung dem Kultusministerium vorgelegt, genehmigt und letztlich an die Schulen verschickt (so stelle ich mir das jedenfalls vor).

Völlig unvorstellbar ist dagegen folgendes Szenario: die Experten haben eine Prüfung ausgearbeitet und sind dann am Prüfungstag völlig überrascht, weil ein ganz anderer Text und ganz andere Fragen aus dem Umschlag purzeln. Einem Mitarbeiter des Ministeriums hat die Aufgabenstellung oder der Text oder sonstwas nicht gefallen und er hat die Prüfung kurzerhand geändert. Vielleicht kam ja der Papst zu schlecht weg oder der FC Bayern oder BMW. Gibt es nicht? Gibt es! Hier nachzulesen. Irgendwie fehlen mir die Worte.

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Visualisieren mit Prezi – das andere Powerpoint

Alternative zu Powerpoint

Alternative zu Powerpoint

“Da mach’ mer halt schnell ‘ne Powerpoint”, so lautete die Aussage einer Lehrgangsteilnehmerin auf den Arbeitsauftrag, ein Gruppenergebnis zu präsentieren. Bisher habe ich auch nur wenige Schüler getroffen, die sich der Powerpointfaszination entziehen konnten. Die Ergebnisse sind aber nicht immer “optimal”. Farbgebung, Sound und von oben nach unten rotierende Folien, die sich beim Übergang fünfmal überschlagen, gehören offenbar zur “Powerpoint”. Abhilfe könnte “Prezi” schaffen, das auch noch andere Vorteile hat.

Zuerst einmal ist Prezi kostenlos, kein Schüler muss sich Powerpoint zulegen. Allerdings muss man mit ein wenig Werbung (Prezi-Logo) leben und der Speicherplatz für die Präsentationen ist auf 100MB begrenzt. Keine Werbung und mehr Speicherplatz kosten dann extra (jährlich ab 39 Euro, da dürfte “Home & Student” von Microsoft auf Dauer billiger sein).

Den Unterschied zu Powerpoint kann man schlecht beschreiben, denn der Ansatz der Präsentation ist anders. In Powerpoint ist es beispielsweise nicht möglich, einen Gesamtüberblick über die Präsentation zu geben oder in einzelne Seiten oder Elemte zu zoomen. Bei Prezi geht das und das ermöglicht eine völlig andere Art der Präsentation. Dass sich die Präsentation dabei dreht, kann man hübsch, cool oder überflüssig finden. Man kann das kontrollieren und also auch “abschalten”. Medien und Bilder lassen sich ebenfalls einfach einbinden.

Das Foliendesign ist deutlich schlichter als bei Powerpoint. Im Grunde stehen nur wenige vorgegebene Schriften zur Wahl, Hintergründe und Templates beschränken sich zurzeit auf vier unterschiedliche Vorlagen. Die Bedienung ist eigentlich intuitiv, ein Blick in die (sehr gelungenen) Tutorials lohnt aber.

Die Daten liegen öffentlich auf dem Server, können aber nicht von mehreren Personen bearbeitet werden, das setzt einen kostenpflichtigen Account voraus. Ob man seine erstellten Präsentationen auch offline ansehen kann, habe ich noch nicht herausgefunden, die Webseite spricht aber davon.

Insgesamt macht die Anwendung einen guten Eindruck, überrascht hat mich, dass ich zum Steuern der Präsentation auch meinen Presenter verwenden kann und so nicht immer am PC stehen muss. Zum Zoomen brauche ich dann aber doch meine Maus.

Ob die Präsentationen der Schüler wirklich besser werden, muss die Zeit zeigen. Letztlich ist nicht das Programm, sondern der Schüler verantwortlich und dass man mit Prezi genau den gleichen Einheitsbrei wie mit Powerpoint herstellen kann, zeigt sich hier.

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E-Session “Notebookklassen”

Gestern Abend war ich Teilnehmer an einer E-Session (eine Art moderierte Onlinefortbildung) der Lehrerakademie Dillingen. Thema waren Notebookklassen. Die beiden Referenten Werner Müller (Gymnasium Wertingen) und Guido Wojaczek (Clavius-Gymnasium Bamberg) haben ihre Erfahrungen und Tipps rund um das Thema mitgeteilt. Einige Gesichtspunkte waren für mich sehr interessant:

  • der Einsatz von Netbooks anstatt von Notebooks steht kurz bevor. Als Gründe werden der Preis und auch die Größe (bzw. Gewicht) genannt.
  • die Schule in Bamberg bietet lediglich einen Zugang ins Internet, nicht aber ins Intranet der Schule. Alle Aufgaben (sowohl unterrichtliche als auch technische) werden über das Internet erledigt. Als zusätzlichen Speicher hat man pro Klassenzimmer ein NAS1 angeschafft. Das finde ich sehr bedenkenswert. Wir planen den Einsatz eines SHN2 und könnten so die Schulinfrastruktur völlig ausblenden.
  • sowohl die Akademie in Dillingen als auch die Referenten empfehlen dringend die Erstellung eines hausinternen Curriculums zum Thema “Medienkompetenz”. Das verhindert einen unreflektierten Einsatz von Medien im Unterricht und stellt sicher, dass der Mehrwert auch wirklich ankommt und nicht einfach der PC Heft und Stift ersetzt.
  • die Schulen treffen Nutzungsvereinbarungen mit den Schülern und den Eltern, ein Punkt, den ich bisher völlig ausgeblendet hatte. Eine Übersicht mit Beispielen bietet das ISB.

Eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung, die neue Aspekte lieferte und mich in anderen Inhalten bestärkt. Mitte Mai haben wir an unserer Schule eine schulinterne Fortbildung mit den Kollegen, in der wir unser Vorgehen absprechen. Bis dahin gilt es, einen überzeugenden Vortrag zu entwickeln.

  1. eine Art Netzwerkfestplatte
  2. nicht meine Idee, die Wirtschaftsschule Schwabach arbeitet damit, hier hatte ich bereits darüber berichtet.

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